Vereinbarung Schule – Hort

Kooperationsvereinbarung Grundschule – Hort

 Vertragspartner:
 
Evangelische Grundschule „Apfelbaum“ in Trägerschaft des Evangelischen Schulvereins „Apfelbaum“, vertreten durch die Schulleiterin
 
Hort der Evangelischen Grundschule „Apfelbaum“ in Trägerschaft des Evangelischen Schulvereins „Apfelbaum“, vertreten durch die Hortleiterin.

  1. Pädagogische Konzepte

 Grundschule und Hort sind eigenständige, aber miteinander korrespondierende  Einrichtungen, welche einen wesentlichen Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder haben. Die Grundschule „Apfelbaum“ und der Hort „Apfelbaum“ haben eigenständige, aufeinander abgestimmte Konzepte mit gleichen pädagogischen Grundsätzen und Leitbildern.

Ziel der Kooperationsvereinbarung zwischen Grundschule und Hort ist es, die Zusammenarbeit beider Einrichtungen zu vertiefen und den Kindern auf Grundlage der pädagogischen Konzepte optimale Bedingungen während ihres Aufenthaltes in Schule und im Hort zu verschaffen. Die Ganztagsangebote sollen auf einem hohen qualitativen und quantitativen Niveau weiterentwickelt werden, wobei die Potenzen der Lehrpläne ebenso genutzt werden wie die sich aus dem Bildungsauftrag des Hortes ergebenden Möglichkeiten.

Da Lehrer und Erzieher Stärken und Schwächen der ihnen anvertrauten Kinder kennen, können Ganztagsangebote schulspezifisch und bedarfsorientiert entwickelt werden. Leistungsdifferenzierte Förderung und Forderung der einzelnen Schüler sollen ergänzt werden durch gemeinsame Projekte ebenso wie durch vielseitige Freizeitangebote.

Schüler sollen zu hohen Lernleistungen in einer anregenden Lernumgebung motiviert und zu sinnvoller Freizeitgestaltung angeregt werden. Großer Wert wird auf Eigeninitiative der Kinder, auf Selbstorganisation, Selbstverwaltung und Mitbestimmung gelegt. Die Schüler sollen die Schule und den Hort als Lern- und Erfahrungsort ansehen, an dem sie sich auch gern am Nachmittag aufhalten. Eine verlässliche Nachmittags- und Ferienbetreuung wird durch den Schulhort abgesichert.

  1. Rahmenbedingungen

 Da Schule und Hort sich im gleichen Gebäude befinden, bestehen optimale Voraussetzungen für eine pädagogisch anspruchsvolle Zusammenarbeit. Die Nutzung der Räume erfolgt durch Schule und Hort, Absprachen zwischen Lehrern und Erziehern finden täglich statt. Verantwortlich für die Koordinierung der Nutzung in beidseitigem Einvernehmen sind die Leiter von Schule und Hort. Gleiches gilt für die Nutzung von Ausstattungsgegenständen wie Computern, Spielgeräten etc.

  1. Zuständigkeit und Befugnisse der Schulleitung und Hortleitung

Da Schule und Hort eigenständige Einrichtungen sind, ist die Schulleiterin für Angebote der Schule, die Hortleitung für Angebote seitens des Schulhortes verantwortlich. Die Leiter beider Einrichtungen arbeiten eng zusammen.

  1. Absprache zwischen beiden Institutionen

Absprachen zwischen Schulleitung und Hortleitung sowie zwischen Lehrern und Erziehern erfolgen bei Bedarf täglich bei Übernahme der Kinder. Alle 2 Wochen  findet eine gemeinsame Dienstberatung von Lehrern und Erziehern statt.

  1. Verantwortlichkeit außerhalb des jeweiligen Arbeitsbereiches

Erfüllen Lehrer bzw. Erzieher Aufgaben im Rahmen der Ganztagsangebote außerhalb ihrer eigentlichen Arbeitszeit, übernehmen Sie hier die Fürsorge- und Aufsichtspflicht für die ihnen anvertrauten Kinder.

  1. Gezielte Förderung von Schülern mit Integrationsstatus und anderen Besonderheiten

Regelmäßige Absprachen zwischen Lehrern und Erziehern ermöglichen eine Erstellung von  Förderplänen in einer hohen Qualität, die für einzelne Schüler erstellt werden. Durch gezielte Beobachtung und Dokumentation werden Zielstellungen festgelegt und evaluiert. . So können Defizite erkannt und überwunden sowie Talente entdeckt und gefördert werden. Erzieher sind auch  während der Unterrichtszeit Ansprechpartner für die Kinder und ermöglichen so eine individuelle, inklusive Förderung der Kinder.  

Die Förderschwerpunkte werden mit zunehmendem Alter der Kinder gemeinsam mit ihnen geplant und besprochen.

  1. GTA Angebote

 Die Unterrichtseinheiten nach dem Mittagessen sind nicht für alle Klassen jeden Tag mit Lehrplanstoff gefüllt. Durch den verlängerten Schulvormittag bis 14:10 entsteht der Freiraum, um individuell arbeiten zu können. Diesen Zeitraum verbringen die Kinder in Ganztagsangeboten. An mindestens 3 Tagen der Woche können die Kinder im Ganztagsangebot: „Kammer des Wissens“ behandelte Schwerpunkte aus dem Unterricht vertiefen, am Wochenplan weiter arbeiten,  oder individuelle Aufgaben erfüllen. Sie können für sich Dinge ausprobieren, experimentieren, Lernstoff vertiefen, tiefer einsteigen in für sie interessante Themen, als im Unterricht vorgesehen und möglich.

Dazu kommen z. B. Ganztagsangebote im Bereich Sport, Kochen und Backen, Experimentieren, Computer, Kinderuniversität, Streifzug durch die Natur, Holzbearbeitung, kreatives Gestalten, Theater usw.

Betreut werden die Kinder in dieser Zeit von den ErzieherInnen, Eltern, LehrerInnen in enger Kooperation und Absprache mit der Schul- und Hortleitung.

  1. Einbeziehen der Kinder in die Ausgestaltung der Ganztagsangebote

 Ganztagsangebote werden nach konkreter Ausgangsanalyse erstellt. Am Anfang steht jeweils die aktuelle Bedarfsanalyse. Während der Durchführungsphase werden Beteiligung und Mitwirkung der Kinder erfasst. Evaluation kann anhand von Befragungen, Vorschlägen und Einschätzungen aller Beteiligten erfolgen. Jeden Freitag findet ein Abschlusskreis unter Beteiligung aller Schüler, Lehrer und Erzieher statt, welcher von den Schülern geleitet wird. Hier werden z.B besondere Ergebnisse aus der Arbeit der Woche präsentiert, Probleme angesprochen und wenn möglich geklärt, sowie Befragungen des Schülerrates ausgewertet.

  1. Elterneinbeziehung

 Es werden gemeinsame Elternsprecher für Schule und Hort gewählt.

Lehrer und Erzieher nehmen an den Elternabenden der Klassen teil. Vorhaben für die einzelnen Klassen werden in Absprache zwischen beiden Bildungseinrichtungen und Eltern geplant und oft auch gemeinsam durchgeführt. An Wander- bzw. Projekttagen beteiligen sich Lehrer, Erzieher und Eltern.

Absprachen mit den Eltern erfolgen regelmäßig in Schule und Hort.

Alle Eltern werden durch Elternbriefe, E-mails bzw. Aushänge im Schulgebäude über aktuelle Vorhaben von Schule und Hort informiert und erhalten die Möglichkeit zur Mitwirkung. Individuelle Elterngespräche können von Lehrern und Erziehern gemeinsam geführt werden. Hier sollte den Eltern der Vorteil des gemeinsamen pädagogischen Konzepts am konkreten Beispiel transparent gemacht werden.

Die Schulkonferenz setzt sich zusammen aus der Schulleiterin, der Hortleiterin,  1 Lehrer, 1 Erzieher, 4 Elternsprechern. Stimmberechtigt sind 2 Elternsprecher sowie 1 Lehrer und 1 Erzieher.  

 

Mügeln, den 1.03.2017

M.Beck, Schulleiterin                                                                                                               A. Triebler, Hortleiterin                                                                                                             S. Schwaiger, Vorsitzende  Schul- und Hortträger