„Handbuch“ für Schule und Hort

Handbuch

Evangelische Grundschule „Apfelbaum“

Evangelischer Hort „Apfelbaum“

NEU: Stand April 2017

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1. Schulleitung / Hortleitung

2. Eltern

2.1 Elternarbeit
2.2 Aufgaben Elternrat
2.3 Schulkonferenz
2.4 Arbeitsstunden

3. Pädagogischer Beirat

3.1 Zusammensetzung
3.2 Aufgaben

4. Kinderrat

5. Schulorganisation

5.1 Schulzeiten
5.2 Schulgeld
5.3 Schulgelderlass
5.4 Patenschaft
5.5 Kopiergeld/Umlage/Schwimmwn

6. Hortorganisation

6.1 Betreuungs-/Öffnungszeiten
6.2 Hortkosten
6.3 Ferienbetreuung

7. Verpflegung

7.1 Schulmilch
7.2 Mittagessen
7.3 Vesper

8. Religiöse Rituale

8.1 Kirchenjahreszeitliche Höhepunkte im Schul- und Hortleben
8.2 Gestaltung der Räume

9. Methoden und Formen

9.1 Bewertung
9.2 Blockunterricht
9.3 Hausaufgaben
9.4 Jahrgangsübergreifender Unterricht / Familiengruppen
9.5 GTA-Ganztagsangebote / Kammer des Wissens (KdW)
9.6 Montessori-Pädagogik
9.7 Morgenandacht
9.8 Morgenkreis
9.9 Projektarbeit
9.10. Werkstatt
9.11. Sitzkreis
9.12 Stationen
9.13 Wie lernen die Kinder lesen und schreiben?
9.14 Wie lernen die Kinder rechnen?
9.15 Wochenabschlusskreis

Anhang

 

Vorwort


Das Schulkonzept, das Hortkonzept sowie die Satzung des Vereins sind die Grundlagen, auf denen das Schul-, Hort- und Vereinsleben fußt.

Für organisatorische Belange des Vereins dient die Geschäftsordnung als Handreichung, für die Schule und den Hort soll dieses Handbuch ein kurzes „ Nachschlagewerk“ wichtiger organisatorischer und pädagogisch fachlicher Grundlagen sein. Es soll als Beitrag dienen zur Transparenz des Bildungsprozesses, denn Transparenz schafft Vertrauen!

In unserem kulturgeschichtlichen Lebensraum sind wir bewusst und unbewusst
geprägt von christlichen Wertvorstellungen. Diese Wertvorstellungen möchten
wir wiederentdecken und sie für unsere Kinder lebendig werden lassen. Weil wir
Vertrauen und Geborgenheit in Gott erleben, wollen wir eine Schule für unsere
Kinder, in der sie dies spüren können. Das Evangelium von Jesus Christus wollen
wir den Kindern erschließen.
Lebens- und Glaubenserfahrungen sollen für die Kinder spürbar werden und sie
auf der Suche nach ihrer eigenen Persönlichkeit und Lebensorientierung begleiten
und stärken.

Die Apfelbaum-Schule und den Hort verstehen wir als Lern- und Lebensraum für unsere Kinder. Diese stehen im Mittelpunkt unseres gemeinsamen Wirkens.

Die Schule und der Hort gleichen einem Garten, der wunderbar blüht und gedeiht.
Alle sind eingeladen, sich an der bunten Vielfalt der Blumen, Sträucher, Wiesen und Beete und allem Weiteren zu erfreuen.
So ein Garten bedarf der Pflege und Hege vieler Hände, damit wir uns noch alle lange daran erfreuen können. Das Blühen und Gedeihen und Ernten ist keine Selbstverständlichkeit.
Alle Beteiligte, LehrerInnen, ErzieherInnen, Eltern und Schulverein wollen dazu im gegenseitigen Vertrauen ihren Beitrag leisten.
Die Eltern vertrauen der Schule und dem Hort, dem pädagogischen Team für die Zeit des Schulalltags ihre Kinder an und erkennen die Kompetenz und Zuständigkeit des Teams an.
Das pädagogische Team erkennt die Eltern in ihrer Bedeutung als wichtigste Bezugspersonen und vorrangige Erzieher der Kinder an. Gemeinsam wollen alle zum Wohle der Kinder handeln.
In dieser respekt- und vertrauensvollen Zusammenarbeit kann eine ganzheitliche Entwicklung und das Erreichen des Bildungsziels der Kinder im Einklang mit dem sächsischen Lehr- und Bildungsplan gelingen.

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1. Schulleitung / Hortleitung

  • obliegen sämtliche Organisation und Entscheidung im Bereich Schule bzw. Hort
  • 1x monatlich Treffen mit 1. Vorsitzender zur Absprache

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2. Eltern

2.1 Elternarbeit

Eltern, Schüler und Lehrer sind Partner und verfolgen im Rahmen ihrer Verantwortungsbereiche die gleichen Ziele. (Erziehung ist primär Aufgabe der Eltern, sie werden aber von den Pädagogen unterstützt).Eltern sollen bereit sein, die Konzepte mit zu tragen und den Schulalltag aktiv mitzugestalten. Um Projekte, Werkstätten und Ganztagsangebote realisieren zu können, ist die aktive Mitarbeit der Eltern notwendig.     Es gibt mindestens 2 Elternabende (erster Elternabend im Schuljahr und thematischer Elternabend). Beim ersten Elternabend werden 2 Elternvertreter für bis zu 2 Jahre gewählt. Die Elternvertreter finden sich 2x jährlich mit Vertretern des pädagogischen Teams zur Schulkonferenz zusammen. Dabei werden Belange des Schulalltags besprochen und Beschlüsse gefasst, die über die Elternvertreter wiederum in die Klassen zur Umsetzung gebracht werden. Alle Eltern jeder Klasse können sich monatlich zum Elternstammtisch in aufgelockerter Runde treffen, um Probleme und gemeinsame Aktionen zu besprechen.

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2.2 Aufgaben Elternrat

  • Neue Eltern in die Schulgemeinschaft integrieren
  • Vorstellung der Pflichten und Rechte der Eltern sowie der Aufgaben der Ausschüsse und Beschreibung der Mitwirkungsmöglichkeiten innerhalb der ersten 4 Wochen des neuen Schuljahres
  • Organisation Organisation verschiedener Schulveranstaltungen (z.B. Einschulungsfeier, Abschlußfest, etc.)Organisation eines Elterncafes während der „Apfelkernchen“ – Treffen
  • Planung und Organisation von Elternabenden, Elternrunden, Stammtischen o.ä.
  • Planung und Organisation von Fortbildungen für Eltern (z.B. Themenelternabend)

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2.3 Schulkonferenz

  • besteht aus Pädagogen aus Hort und Schule, der Schul- und Hortleitung und Elternsprechern
  • wählen eines Schulelternsprechers und eines Vertreters
  • Gestaltung der Jahresplanung der Schule (Feste, Ausflüge, Werkstatttage und –wochen, Auftritte der Schüler etc.)
  • Festlegung schulfreier Tage

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2.4 Arbeitsstunden

Pflichtstunden: 20 Arbeitsstunden pro Familie / Schuljahr. Nicht geleistete Pflichtstunden werden mit EUR 10,00 / Stunde ausgeglichen. Angerechnet wird die Unterstützung und Arbeit in Schule, Hort, Hof und Garten, Katalog Elternpflichtstunden im Anhang

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3. Pädagogischer Beirat

3.1 Zusammensetzung

  • 1. Vorsitzender, Vorstand
  • Pesonalvorstand, Vorstand
  • Kirchlicher Mitarbeiter: Entweder Vorstand, Vereinsmitglied oder ein externer kirchlicher Mitarbeiter (z.B. Pfarrer, Kantor, Gemeindepädagoge)
  • Schulleiter
  • Hortleiter
  • Elternsprecher
  • 2. Elternsprecher (aus einer anderen Klasse)

     

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3.2 Aufgaben

Qualitätssicherung Schule und Hort durch:

  • Überprüfung der Umsetzung und ggf. Organisation der Überarbeitung des Schul- und Hortkonzeptes
  • Organisation von Hospitationen 1xjährl. durch Fachberater Schule + Hort (Schulstiftung, Diakonie)
  • Organisation und Überprüfung der Umsetzung interner und externer Evaluation
  • Planung der Teilnahme an Fortbildungen für Mitarbeiter und Vorstand
  • Erstellen eines Kommunikationskonzeptes (Beschwerdemanagement,…)
  • Sitzungen 2x jährlich, jeweils im April und November

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  1. Kinderrat

Kinder haben an unserer Schule/Hort das Recht auf Partizipation ( Nach Sächs KitaGes §6, Schulges. § 51). Kinder unserer Einrichtung nutzen ihr Mitspracherecht um  Dinge zu benennen, die  sie zum Lernen benötigen oder die sie am Lernen behindern.

Die Mitglieder des Kinderrats werden von den Klassen gewählt. Ihnen obliegt die Aufgabe, die Interessen der Kinder unserer Schule zu vertreten. Dazu findet etwa vierteljährlich ein Treffen statt.

Partizipation im Rahmen von Kinderratstätigkeit fördert das Empfinden von Gerechtigkeit (Moralbildung) und  kann das Selbstbewusstsein stärken. Darüber hinaus werden  kommunikative Kompetenzen sowie Kooperationsfähigkeit entwickelt.

Die Kinder werden auch in ihrer Verantwortung gegenüber der bestehenden Hausordnung und den verschiedenen Regeln (z. B. beim Abschlusskreis , beim Aufräumen ect.,) die einen reibungslosen Ablauf gewährleisten sollen, gefordert und gefördert.

 

5. Schulorganisation

5.1 Schulzeiten

geöffnet ab 7.30 Uhr, Anwesenheitspflicht 7.45 Uhr (Ausnahme: Buskinder), Unterrichtsbeginn 8.00 Uhr, Unterrichtsende 14.10 Uhr

5.2Schulgeld

Das Schulgeld für ein Schuljahr beträgt zurzeit € 780,00 für das erste Kind, bei jedem weiteren Kind € 696,00. Diese Summe kann in 12 Raten á € 65,00 (€ 58,00) gezahlt werden.Die Zahlung erfolgt per Lastschrift

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5.3Schulgelderlass

Ab dem Schuljahr 2012/13 stellt der Verein bei Bedarf einen, in Sonderfällen auch zwei Schulplätze pro Klasse ohne Schulgeldzahlung zur Verfügung.
Es besteht die Möglichkeit einen formlosen Antrag auf Erlass des Schulgeldes zu stellen. Dem Antrag müssen Nachweise in Kopie des Einkommens nach § 82 SGB XII der letzten 12 Monate oder Bescheide über Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld (§ 8 Abs. 2 Nr.1 ZuschussVO) beigefügt werden. Über den Antrag entscheidet der Vorstand.

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5.4 Patenschaft/Spenden

Für Angebote, die über die schulischen Pflichtaufgaben hinausgehen und für Bautätigkeiten benötigt der Verein zusätzlich zu den Zuschüssen des Landes Sachsen und dem Schulgeld noch Spenden. Um diese jedes Jahr generieren zu können, gibt es unter anderem das System der „Patenschaften“. Diese Patenschaften sind freiwillige Spenden, kein Schulgeld. Es wird eine jährliche Spendenbescheinigung ausgestellt.  

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5.5 Kopiergeld/Umlage

Es wird eine Umlage vom monatlich € 5,00 für Kopien, Material und Schwimmlehrgang erhoben.

 

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6.Hortorganisation

6.1 Betreuungs-/Öffnungszeiten

Als offene Ganztagsschule findet eine deutliche Überschneidung und Verknüpfung von Schule und Hort statt. Die Betreuungszeit beläuft sich auf 5 Stunden (ohne Frühhort) oder 6 Stunden (mit Frühhort) täglich während der Tage, an denen in der Evangelischen Grundschule „Apfelbaum“ Schulbetrieb stattfindet. Die Wahl der Betreuungszeit erfolgt vor Schuljahresbeginn für jeweils ein Jahr. Eine Änderung  von 5 Stunden Betreuungszeit auf 6 Stunden ist jeder Zeit möglich. In Rechnung gestellt wird immer ein voller Monat.          An Schultagen ist der Hort von 6.30 Uhr bis 7.30 Uhr und von 12.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet.

14.10-14.55 freies Spiel

15.00-15.20 Vesper (möglichst ohne Abholung)

15.20-17.00 freies Spiel

In den Ferien gelten folgende Öffnungszeiten: 7.30-17.00 Uhr bzw. 6.30-17.00 Uhr wenn der Bedarf einer 6.30 Uhr beginnenden Betreuung schriftlich angemeldet wurde. Etwa 3 Wochen vor Ferienbeginn wird von der Hortleitung der Frühhortbedarf durch das Ferienanschreiben inclusive Anmeldeformular ermittelt. Der Hort ist in der dritten und vierten Ferienwoche der Sommerferien und zwischen Weihnachten und Neujahr geschlossen. An unterrichtsfreien Tagen außerhalb der Schulferien ist der Hort in der Regel geschlossen. Zu Schuljahresbeginn (nach der 1.Schulkonferenz) erhalten alle Eltern dazu eine konkrete Planung.

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6.2 Hortkosten

Der Elternbeitrag für den Hort richtet sich nach dem gültigen Sächsischen Kindertagesstättengesetz sowie der entsprechenden Satzung der Stadt Mügeln.

Für die im Hort angemeldeten Kinder sind die Hortgebühren unabhängig von einer tatsächlichen Betreuung zu zahlen. Der Elternbeitrag ist ein Monatsbetrag, bei Anmeldung nach dem 15. eines Monats ist nur der halbe Monatsbeitrag zu zahlen.

Für Kinder, die nicht als Hortkinder angemeldet sind (Gastkinder), wird ein Betreuungsvertrag geschlossen, es entstehen Kosten von € 3,- pro Tag.
Die Zahlungen erfolgen per Lastschrift.

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5.3 Ferienbetreuung

In den Ferien wird Hortbetreuung angeboten, die Betreuungszeiten richten sich nach dem Bedarf. (Schließzeiten: siehe 5.1) Ferienangebote (in der Einrichtung und außerhalb der Einrichtung stattfindend) beginnen in der Regel am Vormittag ab etwa 9.00 Uhr und enden ca. 12.00 Uhr. (Bei Bedarf auch später) Eine Anwesenheit ab 9.00 Uhr ist  aus diesem Grund erwünscht.

Das Ferienprogramm und das Anmeldeformular werden auf www.apfelbaum-ev.de/eltern veröffentlicht.

 

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7. Verpflegung

7.1 Schulmilch

Es besteht die Möglichkeit, für die Frühstückspause Bio-Milch zu beziehen. Wer Milch beziehen möchte, zahlt zu Beginn jedes Halbjahres per Überweisung.

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7.2 Mittagessen

Das Mittagessen wird von der Lebenshilfe e.V. geliefert.
Das Essen kostet zur Zeit € 2,55 pro Mahlzeit. Die Zahlung erfolgt per Lastschrift.

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7.3 Vesper

Eine Vesperergänzung in Form von Obst und Gemüse sowie Getränken steht am Nachmittag bereit. Für diese Vesperergänzung wird € 11,25 im Halbjahr per Lastschrift eingezogen.

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8. Religiöse Rituale

In der ev. Grundschule und im Hort „Apfelbaum“ soll den Kindern die Möglichkeit gegeben werden, sich mit den christlichen Ritualen vertraut zu machen und sie für ihr Leben zu entdecken.

Dies geschieht aufgrund der Konzepte und der dortigen theologischen Grundlegung.

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8.1 Kirchenjahreszeitliche Höhepunkte im Schul- und Hortleben

  • Schulanfangsgottesdienst in der Schwetaer Kirche
  • Erntedankfest mit Schulgottesdienst in der Schwetaer Kirche
  • Martinstag in den Gemeinden und für die Schule
  • Weihnachtswerkstatt mit Gottesdienst
  • Osterwerkstatt mit Gottesdienst
  • Himmelfahrts- bzw Pfingstwerkstatttag mit Gottesdienst
  • Gottesdienst zum Schuljahresabschluss in der Schwetaer Kirche
  • Prayday

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8.2 Gestaltung der Räume

Der Altar sowie das von den Kindern gestaltete Kreuz im großen Hortraum begleitet uns durch das Kirchenjahr. Jeden Montag zur Schulandacht verwandelt sich dieser Raum in einen Ort des gemeinsamen Singens, Betens und Hörens von Gottes Wort. Hier finden alle Ruhe und Besinnung, um die Woche unter Gottes Segen zu beginnen. Entsprechend den Farben des Kirchenjahres werden Paramente mit in die Klassenräume gegeben. Diese begegnen den Kindern dann bei dem gemeinsamen Morgenkreis bzw. der gemeinsamen Morgenandacht in der Klasse. Zusätzlich lernen sie dort Rituale wie das Gebet, das Anzünden der Kerzen bzw. die Verwendung von christlichen Symbolen kennen. 

 

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9. Methoden und Formen

In unserer Schule gibt es eine Vielfalt von Lern- und Arbeitsmethoden.

Da wir mit unterschiedlichen reformpädagogischen Ansätzen, die miteinander vernetzt werden, arbeiten und jedes Kind genau wie jeder Lehrer individuell angelehnt an das Konzept der Schule arbeiten darf und soll, erläutert diese Handreichung verschiedene Begriffe und Ansätze in alphabetischer Reihenfolge und darf nicht als „Regelwerk“ missverstanden werden.

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9.1 Bewertung

Die Hattiestudie, dieStudien der letzten 20 Jahre nach ihren Aussagen über den Einfluss auf den Lernerfolg von Schülern und Schülerinnen untersuchte, hat bestätigt, dass die Beziehung zu den Pädagogen einen entscheidenden Einfluss hat. So soll der Unterricht in unserer Schule von einem wertschätzenden Umgang orientiert an den Lernfortschritten der Schüler geprägt sein. Es wird der Einzigartigkeit eines jeden Kindes entsprechend zunächst keine vergleichende Bewertung vorgenommen. Die Zeugnisse der ersten bis dritten Klasse sind eine sehr umfassende verbale Einschätzung, in welcher Fortschritte im Arbeits- Sozialverhalten sowie Lernfortschritt und Lernstand des Kindes von allen begleitenden Pädagogen beurteilt werden.

Im 2. Halbjahr der Klasse 3 erfolgt eine Benotung in den Fächern Deutsch, Mathematik und Sachkunde. Die 4. Klasse wird nach sächsischem Lehrplan in allen Fächern benotet. Der Übergang zu allen weiteren Schulen ist auch deshalb problemlos gegeben.

 

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9.2 Blockunterricht

Die Dauer des Blockunterrichts beträgt 90 Minuten. Diese relativ lange Zeit birgt den Vorteil, Themen intensiv zu bearbeiten, kleinere Projekte und Werkstätten ohne Unterbrechung durchführen zu können und so nachhaltiges Lernen zu ermöglichen. Freiarbeit, praktische Tätigkeiten, Bewegungselemente und spielerische Tätigkeiten sind dadurch möglich.

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9.3 Hausaufgaben

Pädagogen vermitteln den Schülern im Unterricht Lernstrategien und vertiefen Inhalte durch Übungs- und Förderangebote. Das erfolgt in der Regel innerhalb der Unterrichtszeit bis 14:10 Uhr. (auch GTA, siehe Punkt 8.5)

Zu Hause sind meist mündliche Aufgaben zu erledigen, die z.B. der Vorbereitung eines Schülervortrages, das Festigen der Malfolgen oder Übungen im stillen sinnverstehenden  Lesen oder auf der Flöte dienen. Dazu gehört auch für Ordnung und Vollständigkeit der Materialien im Schulranzen zu sorgen. Dies geschieht mit Unterstützung der Eltern. Besonders in Klasse 4 bekommen die Schüler gezielt kleine (auch schriftliche) Hausaufgaben, um den Übergang an die weiterführenden Schulen zu erleichtern. Auch die Facharbeit in der 4. Klasse wird teilweise als Hausaufgabe erledigt.

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9.4 Jahrgangsübergreifender Unterricht / Familiengruppen

Der jahrgangsübergreifende Unterricht findet zweimal wöchentlich, jeweils 90 Minuten statt. Es werden vier Familiengruppen gebildet, in denen die Kinder der ersten bis vierten Klassen gemeinsam lernen. Die Gruppen werden jährlich neu zusammengestellt um eine ausgewogene Zusammensetzung zu erreichen. Die Schüler helfen einander bei der Bearbeitung der Wochenpläne und kleinerer Projekte. Ein reger Austausch untereinander findet statt, wobei die Kinder voneinander  lernen und Verantwortung für das gemeinsame Lernen übernehmen.

In einem Block werden vertiefende Aufgaben aus dem Mathematik und Deutschunterricht bearbeitet. Am Ende ist Zeit um die Projektarbeit für den zweiten Familiengruppenblock zu besprechen. Dort bearbeiten die Schüler entsprechend ihrer Interessen eigene kleine Projekte in jahrgangsgemischten Gruppen. Die erreichten Lernziele gehören meist zum Sachkunde- und Deutschunterricht. Da die Präsentationen oftmals in Form von Plakaten erfolgen, wird hier der Umgang mit dem Schreibprogramm am Computer intensiv geübt.

Ein Aspekt dieser Unterrichtsform ist das Erlangen gegenseitiger Akzeptanz über den Klassenverband hinaus. Daraus resultiert ein ausgeglichenes soziales Gefüge, welches im gesamten Schulablauf verankert wird. Die hier erlernten sozialen Fähigkeiten sind für die Schüler beim Wechsel in weiterführende Schulen von Vorteil.

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9.5 GTA- Ganztagsangebote / Kammer des Wissens (KdW)

Durch den verlängerten Schulvormittag bis 14:10 entsteht ein Freiraum, um individuell arbeiten zu können. Diesen Zeitraum verbringen die Kinder in den Ganztagsangeboten Es handelt sich nicht um einen speziellen wirklichen Klassenraum, sondern beschreibt einen Zeitraum.

In dieser Phase des Schultages haben die Schüler verschiedene Möglichkeiten. Sie können am Wochenplan weiter arbeiten, falls nötig; sie können für sich Dinge ausprobieren, experimentieren, Lernstoff vertiefen. Dabei können sie tiefer einsteigen in für sie interessante Themen, als im Unterricht vorgesehen, es ist Zeit für Konfliktlösung, Strategien, Kooperationsspiele, Raumausgestaltung.

Betreut werden die Kinder in dieser Zeit von den ErzieherInnen in enger Kooperation und Absprache mit den LehrerInnen.

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9.6 Montessori-Pädagogik

 „Hilf mir es selbst zu tun“ nach dem Montessori Prinzip in Verbindung mit verschiedenen reformpädagogischen Ansätzen, hilft dem Kind selbstständig und unabhängig zu werden. Gemeint ist eine Balance zwischen „Führen“ und „Wachsen lassen“.

Die gezielte Beobachtung des Kindes ermöglicht es dem Erwachsenen auf die individuellen Bedürfnisse und die konkrete Persönlichkeit einzugehen und das Kind in seiner Einzigartigkeit zu fördern.

Die meisten Kinder, die in die Schule kommen, wollen ihre Fähigkeiten entwickeln und perfektionieren. Der Zugang zum kindlichen Denken erfolgt in diesem Alter weniger auf abstraktem Weg, sondern meist über mehrere Sinne des Kindes. Greifen und Be-greifen werden zur Einheit im Lernprozess. Aufbauend auf dieser Erkenntnis entwickelte Montessori ihre Lehrmaterialien, die dem Kind das ganze System präsentieren, mehrere Sinne ansprechen und so ermöglichen, dass der Lerngegenstand  in das semantische Netz des Kindes eingeordnet werden kann und zu anwendbarem Wissen wird. Der Grundgedanke „Freiheit so viel wie möglich, Grenzen so viel wie nötig“ findet sich bei Maria Montessori.

Die vorbereitete Umgebung sowie die Freiarbeit sind ein wichtiger Bestandteil der Montessoripädagogik. Das Material steht für die Kinder erreichbar  im Regal. Es hat Aufforderungscharakter. Die Kinder pflegen diese Umgebung selbst. Der Pädagoge ist in der Montessoripädagogik ein Lernbegleiter, der das Kind auf seinem selbstbestimmten Lernweg begleitet. Er sollte auch den Kindern Geländer sein, bei denen Neugier und Entdeckungsfreude geweckt werden muss. Auch stellt er sicher, dass Inhalte des sächsischen Lehrplans ansprechend vermittelt werden.   

 

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9.7. Morgenandacht

Die Schulwoche beginnt mit einer Morgenandacht für alle Kinder und Mitarbeiter der Schule. 

Sie findet jeden Montag vor Unterrichtsbeginn statt, um die Schulwoche mit einem gemeinsamen Gebet zu beginnen und den Segen für die folgenden Tage zu erhalten. Die Morgenandacht wird durch die Pfarrer unserer umliegenden Gemeinden, sowie Gemeindepädagogen und Eltern organisiert und getragen.

Inhalte der Andacht sind Themen des Kirchenjahres, die spielerisch, musikalisch oder als Geschichte bearbeitet werden. Werte und Inhalte einer religiösen Gemeinschaft werden den Kindern nahe gebracht.

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9.8 Morgenkreis

Zu Wochenbeginn wird in den einzelnen Klassen ein Morgenkreis gemeinsam mit den Kindern und den Pädagogen durchgeführt. Dabei können sich die Kinder frei über positive und negative Erlebnisse und Eindrücke, über Dinge, die sie bewegen äußern und sie ggf. im Gebet formulieren. Der Morgenkreis sowie die Morgenandacht werden als Bestandteil des Deutschunterrichts verstanden. Die Kinder können dadurch ihre Kompetenzen im Zuhören, Hinterfragen und freiem Sprechen ausprobieren und entwickeln.

 

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9.9 Projektarbeit

Ausgangspunkt der Projektarbeit sind Ideen und Themen der Kinder (fächerübergreifendes Thema). Gruppen bearbeiten dieses Thema komplex, selbstständig, selbstorganisiert und wissenschaftsorientiert. Sie finden gemeinsam eine Lösung. Der Pädagoge fungiert als Lernbegleiter und unterstützt die Kinder bei der Anwendung verschiedener Lern- und Arbeitsstrategien.

Projekte zeichnen sich durch Einmaligkeit aus. Die Kinder werden angehalten, bei ihren Projekten klare Ziele und Zielvorgaben zu formulieren. Sie können bei ihrem Forschen, Verknüpfen und Präsentieren einen sehr hohen kreativen Gestaltungsspielraum nutzen.

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9.10 Werkstatt

Die Arbeit an Werkstätten unterscheidet sich von der Arbeit in Projekten dadurch, dass hier die Pädagogen die Themen und die Lernangebote vorgeben. Genauso wie die Projekte ist die Arbeit an Werkstätten stets fächerübergreifend und kann in jahrgangsgemischten oder in jahrgangsgleichen Gruppen stattfinden. Bei Werkstattarbeit in jahrgangsgemischten Gruppen wird in besonderer Weise die Sozialkompetenz der Kinder geschult. Es ergeben sich durch die Jahrgangsmischung und die kleineren Gruppen in der Werkstattzeit zusätzliche Möglichkeiten, noch effektiver handlungsorientiert zu arbeiten und damit die Grundlage für anwendbares Wissen zu schaffen. Bei Werkstätten besteht ein hoher Aufforderungscharakter. Sie laden ein, gestalterisch tätig zu sein, zu werken und Erfahrungen durch eigenes Handeln zu sammeln. Sie ermöglichen eine Arbeit allein oder in Gruppen.

In einer 2. Klasse wurde z.B. ein Kinderbuch als Werkstatt bearbeitet. Dabei stellten die Kinder selbst ein Buch her, schrieben die Geschichte mit eigenen Worten und dachten sich aus, wie sie auch anders weiter gehen könnte. Weiterhin wurden Puppen für ein Puppenspiel gebastelt. Anschließend haben die Kinder die Werkstatt mit den Pädagogen ausgewertet.

Werkstätten werden im Klassenverband, im Unterricht, in den Familiengruppen und in denGanztagsangeboten bearbeitet. Es finden ca. 3 Werkstätten im Schuljahr statt. In der Apfelbaumschule werden jahrgangsübergreifend Werkstätten entsprechend des Kirchenjahres angeboten (z.B. Erntedank, Weihnachten, Ostern, Himmelfahrt). Hinzu kommen einzelne Werkstatttage sowie zwei sonstige Werkstattwochen zu ausgewählten Themen. 

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9.11 Sitzkreis

Der Sitzkreis dient der Einführung von neuen Arbeitstechniken, Verfahren oder Lehrplaninhalten. Durch enge Kontakte miteinander und Anschauungsmaterial im Kreis kann jedes Kind erreicht werden. Der Kreis ist Teil der Unterrichtsmethodik. Dort können Probleme, die innerhalb der Klasse oder im Unterricht entstanden sind, angesprochen und gemeinsam gelöst werden.

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9.12 Stationen

Die Arbeit an Stationen ist eine offene Unterrichtsform selbständigen Arbeitens, in der unterschiedliche  Lernvoraussetzungen, Zugänge und Betrachtungsweisen sowie das unterschiedliche Lern- und Arbeitstempo in besonderer Weise berücksichtigt werden.

Ein umfangreiches Angebot an Aufgaben wird zur Verfügung gestellt, aus dem die Schüler eigenverantwortlich auswählen können. Die Bearbeitung einschließlich Kontrolle und Korrektur erfolgt weitestgehend selbstständig. Nicht alle Stationen müssen absolviert werden. Es kann Mindest- oder Pflichtvorgaben geben. Die Methode eignet sich für vertiefendes individuelles Üben, aber auch für die Erschließung eines neuen Unterrichtsgegenstandes.

Dabei können Stationen zum Teil allein, mit Partner oder in der Gruppe bearbeitet werden.

Die Kinder der Apfelbaumschule haben sich z. B. im Klassenverband die Uhr in 12 Stationen (8 Pflicht) mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden erarbeitet. Dabei wurde von je 2 Schülern in einer Gruppe eine Uhr gebaut, mit Wasser gemessen, Zeiten verglichen, etwa beim Schnitteessen oder Schnürsenkelzubinden etc.

Nach einer Selbsteinschätzung und einer möglichen Gruppeneinschätzung folgte die Gesamtauswertung durch die Pädagogen.

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9.13 Wie lernen die Kinder lesen und schreiben?

Ähnlich wie bei anderen Methoden kommen hier deutlich die Erfahrungen und Kompetenzen der einzelnen Pädagogen der Apfelbaumschule zum Tragen.

Das Schreiben und Lesen lernen beginnt für die Kinder mit einer Buchstabentabelle. Darauf ist jedem Buchstaben ein Gegenstand zugeordnet. Die Kinder sollen lernen, den ersten Laut dieses Gegenstandes zu hören. Anhand dieser Tabelle wird der entsprechende Buchstabe zugeordnet. Übungen um Laute zu unterscheiden und wiederzuerkennen erfolgen mit mehreren Sinnen.

So lernen die Kinder im freien Schreiben die Laute eines Wortes zu unterscheiden, den entsprechenden Buchstaben auf der Tabelle zu finden und das Wort so selbstständig aufzuschreiben. In diesem Prozess spielen die Besonderheiten der deutschen Rechtschreibung noch keine Rolle. Parallel dazu wird ein Lernwortschatz von häufig verwendeten Wörtern geübt, damit sich diese rechtschreiblich korrekt einprägen. Das freie Schreiben bildet unter anderem die Grundlage zum späteren stillen sinnerfassenden Lesen. Hierbei finden z.B. die Lies- Mal -Hefte Anwendung, bei denen  es in erster Linie um das Verstehen der gelesenen Worte geht.

Die Methode „Lesen durch Schreiben“ nach Dr. Jürgen Reichen ermöglicht den Kindern in besonderer Weise das selbstständige Lernen. Hier steht die Freude am Schreiben, die Förderung der Kreativität und der Selbsttätigkeit der Kinder und in Folge das daraus resultierende sinnverstehende Lesen im Vordergrund. Ab dem 2. Schuljahr werden anhand der freien Texte sowie in isolierten Übungen Rechtschreibkompetenzen durch systematisches Erlernen und Trainieren von Rechtschreibregeln gefördert. Besonders LRS Schülern hilft  diese Methode sinnerfassend Lesen zu lernen.

Ebenfalls angewandt wird die Silbentechnik nach Mildenberger. Meist ausgehend von einem Text wird eine Konsonant-Vokal-Kombination eingeführt und durch kleinschrittiges Wiederholungslernen mit Silbenkärtchen, Silbenschieber, Silbenteppich, Silbenschreiben, Silbenmemory, Bingo, CD-Lesen usw. gefestigt. Alle möglichen Buchstabenkombinationen und Wörter werden so gelernt und automatisiert abgespeichert. Die Gebärden sind dabei eine sehr gute methodische Hilfe. Auch diese Methode ist für LRS-Schüler sehr hilfreich.

Die meisten Pädagogen nutzen eine Kombination verschiedener Ansätze, die den individuellen Bedürfnissen des Schülers entspricht.

Das Erlernen der Druckschrift geht dem Erlernen der Schreibschrift und dem sinnerfassenden Lesen voraus. Lesen bedeutet das Verstehen eines Wortes, eines Satzes bzw. des Inhaltes eines Textes. Hilfreich ist, wenn Kindern täglich von ihren Eltern Bücher vorgelesen werden. Kinder die sinnverstehend lesen können, sollten darin unterstützt werden, auch zuhause zu lesen. Wichtig ist hierbei das die Kinder still lesen.

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9.14 Wie lernen die Kinder rechnen?

Im Mathematikunterricht spielt das Anschauungsmaterial der Montessori-Pädagogik eine wichtige Rolle. Das Perlenmaterial ermöglicht es dem Kind, durch Berühren und Halten einer Perle oder eines Blocks aus 1000 Perlen einen sinnlichen Eindruck der mathematischen Größen 1 oder 1000 zu bekommen, lange bevor das Kind ein abstraktes Verständnis für Zahlen dieser Größe entwickelt. Somit wird das Dezimalsystem als Ganzes dem Kind vor Augen geführt, so dass die Übertragungen der erlernten Rechentechniken der 1. Klasse im Bereich bis 100 einfacher auf die folgenden Zahlenbereiche übertragen werden können. Kinder die dazu in der Lage sind, können bereits in der ersten Klasse über den Zahlenbereich von 100 hinaus Rechenoperationen durchführen. Somit wird einem Abbruch der Lernfreude durch Unterforderung vorgebeugt. Statistik, Wahrscheinlichkeit und Geometrie ermöglichen es auch Kindern mit weniger mathematischer Begabung Verbindungen von der abstrakten Mathematik zu ihrer Umwelt herzustellen.

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9.15 Wochenabschlusskreis

Der Abschlusskreis findet jeden Freitagstatt. Dieses Treffen  wird von den Kindern selbst organisiert und durchgeführt. Dabei wirkt die Klasse 4 federführend. Sie leiten  die  jüngeren Schüler an, damit sie später diese Aufgabe selbst übernehmen können. Die Klassensprecher der jeweiligen Klassen sind ebenfalls an der Leitung beteiligt. Hierbei geht es hauptsächlich um Themen, die von den Kindern angesprochen werden. Es werden Probleme, die die ganze Schule betreffen besprochen, aber auch positive Ereignisse hervorgehoben. Ergebnisse und Projekte, können von den Klassen oder einzelnen Schülern vorgestellt werden.

Der Schülersprecher fragt im Abschlusskreis die Klassensprecher nach ihren Anliegen, die sie aus ihren Klassen mitbringen. Auch die Pädagogen bringen hier ihre Anliegen vor.

Durch das Ansprechen von Problemen und Themen üben sich die Schüler in ihrer Rhetorik. Sie erleben bewusst die Gemeinschaft, da auf respektvolles Zuhören Wert gelegt wird.

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Stand: 6.04.2017

Anhang

Vereinssatzung
Geschäftsordnung
Schulkonzept
Hortkonzept
Katalog Elternpflichtstunden

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